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Eltern und die Wiedereingewöhnung

Beitrag von renata.tukac
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Bei dem Großteil der Eltern heißt es vermutlich: „Endlich darf mein Kind/meine Kinder wieder in die Einrichtung!“ Es waren sehr viele Wochen, ja Monate, in denen die Eltern sowohl Kinderbetreuung und -bespaßung, Job, Haushalt, etc. unter einen Hut bringen mussten. Da ist es verständlich, dass sie froh sind, wenn ihr Kind endlich wieder in die Kita darf.
Wichtig ist es hierbei, den Eltern zu vermitteln, dass es nicht so ist wie vor Corona, sondern eine andere, neue Normalität geschaffen werden muss – gemeinsam mit allen Beteiligten. Dies fängt bereits damit an, dass die Kinder zunächst nicht in ihrer regulären Gruppe sind oder bei Einrichtungen mit offenem Konzept die Kinder nun in festen Gruppen sind.

Daneben gilt es im Sinne des Infektionsschutzes, dass die Eltern eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen und die Kontakte unter den Eltern in der Kita möglichst gering gehalten werden sollten: So werden bei mir in der Einrichtung alle möglichen Eingänge genutzt, so dass jede Gruppe der Notbetreuung einen eigenen Eingang hat, die Kinder aus dem Kindergarten eigenständig zur Garderobe gehen und sich ausziehen, nachdem die Eltern sie an der Außentür (d.h. der Fenstertür zum Garten) der jeweiligen Gruppe der pädagogischen Kraft übergeben haben. Die Bring- und Abholzeiten sind großteils gestaffelt geregelt, so dass jedes Kind einzeln bzw. die Geschwister gemeinsam ankommen können. Sollte es zu Überschneidungen kommen, gilt hier für die Eltern „Abstand halten“ und Warten. Gespräche unter den Eltern müssen aktuell außerhalb der Kita, besonders außerhalb der „Bring-/Abholzone“ stattfinden.
Wenn Bedarf an Elterngesprächen besteht, erfolgen diese nach Möglichkeit telefonisch.

Das sind erstmal alles Punkte, die den „Rahmen“ betreffen. Es gibt aber auch im pädagogischen Alltag Veränderungen/Neuerungen: Besonders in den ersten Tagen, die ein Kind wieder in der Einrichtung ist, gilt es, dass die Kinder ankommen (s.a. "Achtsame Begleitung der Kinder bei der Wiedereingewöhnung"). Gezielte Angebote, „Vorschule“, etc. kann dadurch erst viel später erfolgen. Dies muss Eltern bewusst sein und Eltern, Familien aus anderen Kulturkreisen, vielleicht sogar mit Verständnisschwierigkeiten aufgrund der Sprache vonseiten der Einrichtung feinfühlig und achtsam vermittelt werden.
Wir alle, Pädagog*innen, Eltern, Kinder, müssen nun in dieser Zeit gemeinsam diese „neue Normalität“ gestalten. Deshalb bitte ich alle Eltern: Gehen Sie diesen Weg gemeinsam mit Ihrer Einrichtung und lassen Sie besonders Ihren Kindern die Zeit, die sie brauchen, um wieder im Kita-Alltag anzukommen.

Es kommt uns allen zugute. Danke!
Ihre Renata Tukac